Lyrik

Wenn Kunst zur Aktie – den Weltmarkt bedient, als Wertanlage,

dann hat das  erschaffene Werk an sich, seinen ursprünglichen Wert verloren!

Zitat© Reis & Inger 2019

 

 

Meine Arbeiten kamen immer von tiefstem Inneren meiner Seele.

Ich wollte in meinen Arbeiten immer das ausdrücken, was mir in meiner Seele brennt.

Den Schmerz der Menschen rausschreien, in sie reinschreien, ihnen vor die Augen führen.

Meine unvorstellbare Wut, nur so zu kanalisieren, ich im Stande bin.

Ich mir jedes Wort abringe und neu erfinde, da es den Schmerz, den ich in mir trage, sonst nicht ertrage.

Meine Seele weint, ohne Tränen laufen zu lassen, tief in mir.

Wie hart für mich es ist, an manchen Tagen, inmitten von euch mich zu bewegen,

euch zu sehen, euch zu erkennen, während ihr hastend, euch nicht umsehend,

des Weges eilt. Ganz weit weg von euren inneren Dasein,

die Seele eingeengt und vergraben.

Nur dem allgemeinen  Trend folgend, den die Wirtschaft euch aufdatiert.

Ich war so lange Sklave dieser Herrschaften,

habe tief in deren sexuellen Abgrund geschaut.

Für Geld haben sie geglaubt,

bekommen sie auch meine schon längst ermordete Seele.

Nein, diese habe ich euch nicht verkauft, nicht meinen ganzen Körper,

nicht jede Öffnung stand euch zur Verfügung.

Denn auch ein Sklave hat seinen Stolz, seine Würde, die er sich bewahrt,

wenn er danach sich in den Spiegel schaut.

Wie wandelbar ich mich verkörpere, ich in Schablonen der Gesellschaft eingeordnet,

von euch da draußen, die ihr nie meine Seele geschaut.

Wenn Kunst © Reis & Inger 2019 Nov.22


 

Ode, an die große Liebe

 

Einen Ausschnitt aus diesem Lyrikband:

An einem Abend

 

Diese Energie die in mich strömte,

unbekannt mir nicht, das prickelnde  lass mich los

zieh mich zu dir ran.

Es geschah, an einem Ort wo wir uns noch ganz fremd

Und doch schon Seelen nah,

sie fühlten das, was mit uns geschah,

ein langer Blick zurück von dir,

er verwirrte mich und meine Seele spürte dich.

Ich spürte deine Nähe noch, als du schon lange gegangen warst,

Mein Blick die Gespräche auf andere Menschen gerichtet waren.

Ich fuhr mit meinen Freunden nach Hause,

doch das Gefühl es verließ mich einfach nicht.

Ich machte  spät noch den Computer  an,

habe ich sonst nicht getan, obwohl ich schon sehr müde war,

Ich hoffte dich noch zu erreichen und es begann

wir schrieben bis um 1h nachts, bis wir uns sagten Gute Nacht.

Ich schlief mit dir ein und wachte mit dir auf.

Da dein letzter Blick zurück zu mir, mich aus meiner Seelenruhe brachte.

Was sagte mir dein Blick, ganz verunsichert war ich.

Ich fühlte da gab es was, aber was.

Das gleiche Bild gefällt auch dir, was mich angesprochen hat,

der Text dazu, dass passte geradeso.

Mein Verstand sagt mir gib doch auf,

verrenn dich nicht in irgendwas,

Aber mein Herz spricht anders, seit ich dich sah.

Melancholie, welch schöner Name,  dir gegeben wurde,

es hält mich momentan etwas für einen Narren,

der Gaukler hat sich eingebracht, in mein Seelenleben

und macht mir was vor, was man nicht denken sollte,

mit meinen Jahren, meinem Wesen und meiner Art.

Und doch beflügeln  mich die Gedanken an Dich!

Ich werde zum Gedichteschreiber durch deinen Blick an einem Abend!

An einem Abend© Reis & Inger. 3.2.2015

 


Zeiten zu lieben-Zeiten zu sterben…

 

Ist man jung und verliebt, vergeht die Zeit viel zu schnell,

Wenn der Alltag einbricht und das Sterben der verliebten Gefühle beginnt,

Die Verliebtheit sich verflüchtigt, wie ein Schleier der langsam vor den Augen sich lichtet,

Man spürt und wünscht sich, dass sie bleiben die wollig warmen Gefühle der Liebe,

diese weichen Sinnestäuschungen, die unseren Blick auf unser Gegenüber vernebelt haben.

Dieses Herzklopfen und die Sehnsucht immer mit dem geliebten Menschen zusammen zu sein,

Die Zeit wo man getrennt, eine Ewigkeit bedeutet, man es kaum erwarten kann,

Bis der geliebte Mensch sich dir wieder zugewandt.

Ein Sehnen und sterben, wenn sie vergeht und man klarer zu sehen beginnt.

Der geliebte Mensch auch seine Ecken und Kannten hat,

Seine kleinen Fehler, die man ihm verzeiht, hat,

Nun nicht mehr so klein, sondern sich störend offenbaren,

Wenn die Verliebtheit sich gelöst und das Sterben der Verliebtheit beginnt.

Man erkennt, dass die Liebe sich verändert, sie zur Gewohnheit wird

und es das langsame Sterben der Gefühle wird,

wenn Liebe zur Freundschaft wird, die dann lange hält.

Zeiten zu lieben- Zeiten zu sterben© Reis&Inger 2019

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Meine mir unbekannte Mutter

 

Das ich in Scheiße geboren wurde, so ist das Gefühl,

Meine Mutter, sagt ihr mir später, eine Hure war,

Sie war Obdachlos und ich das sechste Kind von sieben,

mit mir, war sie vor der Niederkunft.

Bei einer Freundin fand sie für kurze Zeit Unterkunft,

Als  dann die Beamten  mich nach zweiunddreißig Tagen,

mich abgeholt und ihr entrissen haben.

 

Dass ich in Scheiße geboren wurde, kann ich sagen,

da ich weitergereicht, wie eine Unglückszahl, an ein Waisenhaus,

danach mit sieben Monaten, an angesehene Leute man mich vergeben,

Obwohl anstatt von mir ein Bub vorgesehen war,

Wie es sich herausstellen sollte, nicht ganz so gut  für mich.

Der Bastard, der ich für die feinen Leute war und blieb.

Der zu nichts taugt, und auch aus ihm nichts wird.

Als Sexsklaven sie mich gehalten,

Als Blitzableiter von Frust und Wut, die Schläge auf mich runter prasselten.

 

Meine mir unbekannte Mutter, ich mir wünschte,

dass du mich holst aus dieser Hölle.

Meine Gefühle für dich so stark geworden sind,

Ich mir so schön ausmalte, dass du vorbeikommst und mich liebst.

Dieser große Wunsch, mir weder das Christkind noch der liebe Gott hat mir erfüllt.

 

So denke ich in Scheiße geboren worden zu sein.

So ein Kind ist es nicht wert, ein Studierender zu sein,

Nein, man steckte mich in Erziehungsheime.

Weil mich der Pflegevater gevögelt hat, anstatt seiner Frau.

Beim Prozess er wegen der Verjährungsfrist keinen Tag eingesessen hat.

Dafür ich vier Jahre Haft in den schwersten Erziehungsheimen überlebte.

Meine mir unbekannte Mutter, ich liebe dich heute noch innig und dich allein.

Das unser Schicksal uns wieder,  einmal vereint.

 

Meine mir unbekannte Mutter© Reis & Inger 2019

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EIGENVERLAG

Preis: 12.-€

Ein kleiner Lyrikband vielleicht einmal in Druck gehen wird.

Aber:  Vor- Bestellungen werden gerne angenommen.

unter:

reisingerh@xpirio.at

 

 

Titeln des Bandes…

Der Inhalt ist es, der vielen Menschen Trost, oder das Unbegreiflich erleichtert, da sie sehen,

sie sind damit nicht allein.

Einer großen Liebe  still nachzutrauern, ist der größte Beweis von  selbstloser Liebe”

Zitat© Reis & Inger 2019


 

Gedankengänge


 

 

Ich schreibe so meine Gedanken nieder und werde sie später einmal veröffentlichen.