Lyrik SEELENMANN

GEDANKEN- GEDICHTE -Lyrischer Art

Der Morgenhimmel ohne dich,

 

In der Morgensonne, der Glanz der Nacht versiegt,

Alles ist auf Kommandos getrimmt,

Ein neues Leben beginnt, wir wissen noch nicht wie,

Es ist undurchsichtig und trüb,

Mit einer traurigen Melodie,

Der Morgenhimmel ohne dich,

Das Heranrollen, des Zuges, der mich ins Ungewisse fährt,

Der Trance ähnliche Zustand ist zurück, ich folge ihm,

Mit dem Inhalt einer Flasche, den wohligen Gefühlen entgegen geh,

Und schaue den Lauf des Lebens zurück, wie es einmal war.

Der Morgenhimmel ohne dich,

Oh, Fluss des Lebens du fließt immer noch,

Deine Farben in grünblau getaucht, mit weißen Schnellen,

Die Grenzen unendlich weit entfernt, weit offen dieses Land,

Die Gedanken verschwimmen in eins, sie sind nicht mehr zahm.

Der Morgenhimmel ohne dich,

Musik, Musik mich in andere Sphären bringt,

Die Klänge die Texte, mich berühren und führen,

Weit in das unbegrenzte Land der Fantasie ich mich bewege,

Um die Worte zu finden, in dieser unendlich langen Zeit.

Der Morgenhimmel ohne dich!

Der Morgenhimmel ohne dich© Ulf Reisinger 5.6.2020


 

Oh, holde Weiblichkeit, dein Ende naht…

Du, die tote Weiblichkeit, die ein Kind gebar.
Du, die mich durch das Leben getragen, du liegst im Sterben,
Und ich werde geboren und trete zu Tage.
Ich wanderte mit dir und nun mache ich bald meine ersten Schritte.

Und voller Erwartung, trete ich dieser Welt meiner Umgebung, entgegen.
Dich abgestreift und abgelegt mit ein paar Schnitten, die mich zum Vorschein bringen.
Ich fühle mich dann ganz und doch den Schmerz, dich zu verlassen,
Deine Hülle, die mich verbarg, mir oft den Atem zum Leben nahm.
Wir zwei in Hass und Liebe vereint gewesen, vielleicht werde ich dich sogar vermissen.

Ich starb in dir tausend Tode, die das Leben uns beiden schickte.
Ich sehe uns kämpfen ums Überleben, und sah uns oft am Abgrund des Lebens stehen.
Und doch musste alles wieder weiter gehen, im Kampf mit mir und dir.
Der Schmerz hat uns immer wieder, in Gefangenschaft, der Hilflosigkeit uns einte.
Wenn ich ganz am Boden mit dir robbte, und die Todessehnsucht in den Fängen hatte.

Oh, holde Weiblichkeit, dein Ende naht.

Es ist der Schmerz der mich fast umgebracht, dass ich ganz allein in deiner Hülle darb.
Und doch wir wieder in Harmonie ich mich ergab deiner Äußerlichkeit,
Da es für mich kein Entrinnen gab, ich für immer, der ungesehene Teil, unserer Seelen war.
Niemand nahm mich je wahr. Ich existierte nicht.
Eingekerkert in deiner Hülle die mich wie ein Mantel umgab.

Mein Schmerz niemals leben zu dürfen und dies zu wissen, riss mich in diese Tiefen.
Die Drogen und der Freund Alkohol ließen mich das alles vergessen.
Mich hat man vergessen zu wecken, ich bin und war dir ergeben und dankbar.
Diese Welt durch deine Augen zu erblicken und ertasten, riechen, erleben zu dürfen.
Du meine Hülle die mich für immer verbarg.

Oh, holde Weiblichkeit dein Ende naht.
Du, die tote Weiblichkeit, die ein Kind gebar.
Du, die mich durch das Leben getragen, du liegst im Sterben,
Und ich werde geboren und trete zu Tage.
Ich wanderte mit dir und nun mache ich bald meine ersten Schritte.

Ich höre, meinen festen Schritt im Klang des Asphalts,
Mein Gang ein anderer, meine Stimme dunkel und rau, so hoffe ich,
Nichts mehr was mich an dich erinnern wird, holde Weiblichkeit,
Im Gesicht ein drei Tage Bart, meine Männlichkeit erwacht.
Ich noch einmal durch ein Tal des Schmerzes der Geburt gehe und mich gebäre.
Es wird so ein Wunder sein, als wir damals, als du das Kind geboren hast, unsere Tochter.
Wie stolz ich damals auf uns war, so werde ich, so hoffe ich, dann auf mich sein!

Oh, holde Weiblichkeit dein Ende naht.

Oh, holde Weiblichkeit ©Ulf Reisinger 28.5.2020


Ein Leben, ohne zu leben…

Ich kann uns auswechseln, durch zwei Augen die Welt schauen,

Die Menschen beobachten, wie sie mich mustern, wie sie mich betrachten,

Wie ein Wesen, dass sie nicht zu greifen kriegen, und doch als weiblich definiert.

Das tut mir weh, seit ich denken und fühlen kann, wenn man so ineinander lebt.

 

Bitte lass mich gehen, lasse mich frei, muss ich erst sterben, um frei zu sein?

Ich wandle durch diese Welt ohne beachtet, oder gesehen zu werden,

Mein Leben am Leben vorbei, ist bald vorbei.

Muss ich erst Sterben, um zu leben?

 

Diese Gedanken trieben mich vor mir her, wenn sinnlos mein Leben geworden ist.

Ich mich nur mühsam dahinrobbte, von einem Liebesabenteuer zum Nächsten.

Meine Seele zerrissen in Teile, die ich mühsam zusammenhielt, um weiter zu leben.

Wie schön war da die Drogen- und der Schnaps- Bier Zeit die mich wärmten,

wenn ich fror vor seelischer Einsamkeit.

Dieses Unverständnis für mich, wobei ich mich ja nicht einmal begriff.

 

Bitte lass mich gehen, lass mich frei, muss ich erst sterben, um frei zu werden?

Ich wandle in dir durch diese Welt ohne Beachtung, ohne gesehen zu werden.

Mein Leben am Leben vorbei, ist bald vorbei.

Muss ich erst sterben, um mich zu leben?

 

Wenn die Nacht kommt und ich in dieses Dunkel in mir tauche,

Die Gedanken mich mit sich nehmen und mich zweifeln lassen, am Sinn dieses Lebens,

Die Macht der Melancholie in mir hochkriecht, und niemand da ist, der dich hochzieht.

Die bewusst wird wie allein du eigentlich dein ganzes Leben warst.

 

Dann ich mir die Frage stelle, was ich eigentlich hier noch tue.

Dann lass mich gehen, lass mich frei, muss ich erst sterben, um frei zu sein?

Ich wandle in dir durch diese Welt, ohne Beachtung, ohne gesehen zu werden.

Mein Leben am Leben vorbei, ist bald vorbei.

Muss ich erst sterben, um zu leben?

 

Euer ©Ulf Reisinger, der sich tief in seine Seele begibt  26.5.2020


Unsichtbar für Dich…

Ich bin müde, es ist November und meine Seele tief traurig,

Ich werde nicht erkannt, da es mich als Mann nicht gibt.

Man reduziert mich auf die Brust des Frauenkörpers.

So lange wandere Ich schon neben euch.

Ohne mich zu mögen.

Ich hasse mich an manchen Tagen sehr stark,

Dann nehme ich es wieder gelassen, was solls,

ich kann nichts dagegen mehr machen.

 

Ich frage mich so vieles, darf ich als Mann auch zugeben, dass ich tief traurig bin?

Ich bin es und ich sage es euch da draußen, die ihr mich nie sehen könnt.

Es trifft mich heuer ganz stark in dieser Jahreszeit.

Bitte nur Mitgefühl und kein „Du tust mir leid“.

Das tue ich mir selbst.

Ich mag Mitleid nicht nur Mitgefühl, wer immer das liest.

Ich bin tief traurig und tue mir unheimlich leid.

 

Melancholie nenne ich meine Verstimmung im Herbst,

Den trüben Tagen, wo kein Sonnenstrahl mein Herz erwärmt.

Ich kann an das Leben keine großen Ansprüche mehr stellen.

Denn es ist die Endzeit, der ich nun begegne.

Meine Lebensjahre sind schon gezählt, ich weiß nicht wie viele mir noch geschenkt.

Unsichtbar wie ich bin, kann ich mich absolut nicht leiden,

Mein Aussehen hasse ich diese weibliche Hülle, die mich zur Frau gemacht.

 

Der Herbst des Lebens hat mich erreicht und ich habe noch keinen Tag gelebt.

Wenn es doch noch Hoffnung für mich geben soll,

so ergreife ich diese Chance und werde auch äußerlich zu einem Mann.

Mein Lebenslanger Wunsch sich dann erfüllt.

Und mir noch Zeit geschenkt, so  ich mich leben kann!

Das wünsche ich mir für mich!

 

Unsichtbar für dich© Ulf Reisinger 2019


 

Ach, wäre ich doch…

Ach, wäre ich doch nur der Mann, denn du erträumt, gewesen,

denke ich oft, bei mir so, in Erinnerung an Geschichten alter Zeiten,

Meine große Liebe, die ich wollte, neu beleben,

was hätte ich dafür gegeben, wärst du heute noch meine sinnlich elegante,

kleine Frau gewesen.

 

Ach, wäre ich einer deiner Männer gewesen, die du geliebt und die dir sehr wehgetan,

Wäre ich doch der Mann an deiner Seite es gewesen,

der dich geliebt hätte und glücklich machte.

Wenn wir uns auch gestritten und gebalgt hätten,

Ich hätte immer wieder versucht dich zu finden,

Mit dir wieder gut zu sein, meine erste große Liebe, die du, nie geahnt.

 

Ach, wäre ich der Mann an deiner Seite, der mit dir das Alter teilt,

Doch es kam alles anders die Realität holte mich ein, du hast verloren

deinen Liebesschein,

Du warst mir nicht fremd, doch ich suchte in deinem Gesicht, die Frau, in die ich mich so verliebte.

Ich suchte dich, meine große Liebe von der ich Jahrzehnte geträumt, nicht mehr.

Deine Seele war leer, sie lebte nicht mehr, das Leuchten in deinen Augen war erloschen.

Das Leben hat uns beide geprägt, meine große Liebe, ich sagte dir am Bahnhof leb wohl für immer.

 

Ach, wäre ich doch ein Mann, nicht einer der im Frauenkörper steckt und sich nicht leben kann.

Viele Frauen mein Leben begleiteten und sie mich als das sahen, was ich äußerlich war,

Ich war in dieser Frau gefangen und benahm mich doch wie ein Mann in meinem Denken und Fühlen,

Auch Frauen haben mich verkannt. Sie sahen in mir den männlichen Part einer Lebensgemeinschaft.

Aber haben nie daran gezweifelt, dass ich anders war, als sie, im Denken, Handeln und Fühlen.

 

Ach, wäre ich doch der Mann, den sich Frauen erträumen,

so wären wir alle glücklich geworden, auch ich!

 

 Ach wäre ich doch der Mann© Reis & Inger 2014


 

Im Zweifel erkannt

 

Ich zweifelte lange sogar an meinem Verstand,

Was ist los mit dir, du passt absolut nicht in diese Gesellschaft.

Was macht dich aus, diese Frau, oder der gefühlte Seelenmann?

Ich war zerrissen in mir in meinem Denken und niemand wusste davon.

 

Ich empfand mich, nie als Frau, nein sie war mir zuwider ganz.

War nie der Meinung etwas Schönes an mir erkennen zu können.

Es störte mich alles was diese Frau hier verkörperte.

Ich hasste sie sogar dafür diese Frau, die man sah und ich sei.

Ich konnte mich lange nicht erklären was ich in mir fühle.

 

Lebte, so lange angepasst als angebliche Frau, die ich nie gefühlt habe,

Ihren Körper zum Überleben benötigte, mich immer wieder weg beamte.

In Alkohol und Drogen ich, der Mann in diesem Körper mich fallen ließ,

Um diese Realität zu vergessen und ausblenden zu können.

Bis ich begriff auch das ist umsonst, sie bleibt immer da, bis, du stirbst.

 

Ich zweifelte lange sogar an meinem Verstand,

Was ist los mit dir, du passt absolut nicht in diese Gesellschaft,

Was macht dich aus, diese Frau, oder der gefühlte Seelenmann?

Ich war zerrissen in mir in meinem Denken und niemand wusste davon.

 

Nun in den letzten Tagen meines Lebens tat sich eine Lichtung für mich auf,

Auf der ich stehe und in die Ferne blicke die unendlich scheint,

Mit meinem Ziel der Veränderung auch äußerlich für mich.

Es muss so sein, es ist nie zu spät sich zu ändern, sich zu verändern.

Diese unendliche Weite, in die ich von dieser Lichtung sehe,

ist schön und voller Leben.

 

Es wird der schönste Augenblick sein, indem ich mich frei

und ungezwungen dann bewegen werde, mich nichts mehr stört,

an meinem Äußeren, da sie nicht mehr sichtbar ist und ich endlich

bei mir sein werde.

Ein unbeschreiblicher Moment es sein wird, wenn ich mich schaue!

Meine Seele sich befreit und glücklich anfühlen wird, ich wurde Mann.

Der Seelenmann zum Leben erweckt wird mit seinem Aussehen und

seiner ganz eigenen Art ich geboren als ein besonderer Mann.

 

Im Zweifel erkannt © Ulf Reisinger  Juni 2020

 

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